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Pfleger mit Dokumentation

Was uns Pflegekräfte wirklich stört

Immer weniger wollen in der Pflege arbeiten. Ausgebildete Pflegekräfte hören sehr schnell nach dem Examen auf. Die Pflegeschulen sind leer, keiner will sich zur Pflegekraft ausbilden lassen.

Warum ist das so ? Hier erfahren Sie die Wahrheit.

Das größte Problem sind die Arbeitsbedingungen. Mit VIEL zu wenigen, muss die immer mehr werdende Arbeit erledigt werden! Die zum Sparen eingestellten Kontroller in den Kliniken, haben die Pflegekräfte weggerechnet. Die Anzahl der in den Krankenhäusern tätigen Pflegekräfte hat sich seit 1990 mind. halbiert!
Die Arbeitsbelastung steigt ständig, vor allem im Bereich der Dokumentation. Tätigkeiten, die früher selbstverständlich waren, wie das Lagern, Betten oder die Mobilisation usw., müssen heut aufwendig schriftlich dokumentiert und elektronisch erfasst werden. Die Dokumentation ist heute wichtiger als die eigentliche Pflegetätigkeit. Sie nimmt auch die gleiche Zeit in Anspruch. Wir Pflegenden verbringen mehr Zeit mit unsinnigen Schreibarbeiten, statt zu pflegen.

Ständige Überprüfungen vonseiten des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) oder Heimaufsicht oder Krankenkassen führen dazu, dass sich die Pflegekräfte gegängelt fühlen. Und glauben Sie bloß nicht, dass unsere Pflegeleistung am Patienten überprüft werden, nein, es wird fast ausschließlich die Dokumentation als Maßstab herangezogen. In Deutschland gilt man dann als gute Pflegekraft, wenn die Zettel vollgeschrieben sind und der Computer alles erfasst hat. Wir Pflegekräfte werden also nur für unsere Leistung als Bürokraten bewertet.
Diese Überprüfungen müssen aufhören! Was sind wir für eine Gesellschaft, wenn wir Pflegekräften nicht mehr vertrauen! Wen sollen wir dann noch trauen können, wenn nicht den Pflegekräften?

Das nächste Problem ist die Eigenverantwortung. Pflegekräfte in Deutschland dürfen im Grunde NICHTS selbständig entscheiden. Wir müssen ständig Verantwortung für Tätigkeiten übernehmen, die wir angeordnet bekommen.
Das gibt es so nur in der Pflege. In keinem anderen Beruf ist das so. Der Maurer bekommt zwar die Zeichnung vom Architekt, entscheidet dann aber selbst wie er welche Wand erstellt. Der Physiotherapeut bekommt zwar die Verordnung über Krankengymnastik vom Arzt, entscheidet dann aber selbst, wie er diese durchführt. Nur die Pflege darf nichts, ohne nachzufragen. Nicht mal ein Klistier bei Verstopfung.
Das ist wirklich lächerlich! Wir fragen uns ständig, warum wir alle 3 Jahre Ausbildung mit Staatsexamen machen müssen, um schließlich doch nicht selbständig arbeiten zu dürfen.

Ein weiteres Problem ist die fehlende Organisation der Pflegekräfte. Es gibt keine Berufsstandesvertretung. Wir können uns selbst nicht richtig vertreten und werden nie gehört, wenn Entscheidungen zur Pflege anstehen. Wir haben kein „Sprachrohr“, mit dem wir uns Gehör verschaffen könnten. Es gibt zwar zahlreiche Berufsverbände, die aber eher die eigenen Pfründe sichern, als sich wirklich um Pflege zu kümmern. Wir brauchen also dringend einen übergeordneten Verband aller Pflegekräfte, egal wo diese arbeiten. Jede Pflegekraft sollte einer solchen Organisation angehören, egal ob angestellt oder selbständig. Diese übergeordnete Organisation kann uns Pflegende gegenüber der Politik, den Krankenkassen, der Ärzteschaft und nicht zuletzt dem GBA (gemeinsamer Bundesausschuss Ärzte/Krankenkassen) vertreten und unsere Interessen durchsetzen.
Wir haben es satt, dass unsere Arbeitsbedingungen über unseren Kopf hinweg entschieden werden.

Und natürlich die Bezahlung! Das ist ja seit je her ein Streitthema. Wie hoch ist eine angemessene Vergütung für die Pflegetätigkeit?
Hier wird es Zeit das die Ausgaben der Krankenkassen zu denen kommen die tatsächlich am Menschen arbeiten. Und nicht wie jetzt, erst die Pharmaindustrie, dann die Kassen für sich selbst (jetzt sind bereits ca. 60 % der Einnahmen ausgegeben) der Rest ist für die Leistungserbringer, allen vorweg die Krankenhäuser und die Ärzte. Die ambulante Pflege, beispielsweise, rangiert mit ca. 0,05 % am Schluss der Ausgaben der Krankenkassen. Die Gesamtausgaben der Krankenkassen lagen 2020 bei ca. 440 Milliarden Euro. Für die ambulante Pflege wurden 7,5 Millionen ausgegeben, selbst Zahnersatz (nur Labor und Materialkosten, ohne die Behandlung) sind uns mit 7,8 Millionen Euro 300.000 Euro mehr wert. Allein daran erkennen Sie den Wert der Pflege in Deutschland.

Das soll fürs erste genügen. Es gibt sicher noch viel mehr Probleme, die gelöst werden müssen. Aber die meines Erachtens fünf wichtigsten habe ich aufgeführt. Um diese zu lösen, bedarf es ein Umdenken der Politik und der Kostenträger.
Ich fürchte allerdings, es wird sich nichts ändern, da wir Pflegekräfte einfach keine Menschen sind, die für Ihrer Rechte und Stellung in der Gesellschaft, kämpfen. Ich hoffe, ich irre mich.

Es wird bestimmt eine Fortsetzung geben. Schauen Sie hin und wieder mal vorbei.

Pflegekraft burnout

Arbeitszeitgesetz gilt auch für 24 Stunden Pflegekräfte aus dem Ausland

Die Arbeitszeit von Arbeitnehmern darf nach § 3 Abs. 1 S. 1 ArbZG acht Stunden pro Arbeitstag nicht überschreiten. Somit gilt der Achtstundentag. Dies schließt auch die Zeiten der Bereitschaftszeit mit ein.

Es gilt also:
− eine Arbeitszeit von maximal 8 Stunden pro Werktag.
− die Einhaltung von Ruhepausen von 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun Stunden.
− die Ruhezeit muss mindestens elf Stunden täglich betragen. Sie darf nicht als Bereitschaftsdienst dienen, dass würde dem Zweck der Ruhezeit verhindern.
− die Sonn- und Feiertagsruhe muss eingehalten werden und wenn das nicht möglich ist, müssen Ersatzruhetage gewährt werden.
– Die 24 Stunden Kraft hat einen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, § 1 BUrlG. Das sind 36 Tage pro Jahr oder 3 Tage pro Monat.

Allein diese Tatsachen zeigen, dass eine Rechtskonforme 24 Stunden Pflege mit nur einer Pflegekraft nicht möglich ist!

Auf den Seiten des Gesundheitsministerium finden Sie ein pdf Dokument zu nachlesen.

Pflegekraft burnout

Mindestlohn für 24 Stunden Pflegekräfte aus dem Ausland

Den so genannten 24 Stunden Pflegekräfte, die meist aus dem Ausland stammen, steht der Pflegemindestlohn zu. Auch Bereitschaftszeiten müssen bezahlt werden. Das Bundesarbeitsgericht hat dazu ein Grundsatzurteil gefällt (Az.: 5 AZR 505/20).

Das bedeutet das alle ausländischen Pflegekräfte mindestens 12,55 Euro pro Stunde bekommen müssen. Das gilt wie erwähnt auch für die Bereitschaftszeiten.

Da die meisten ausländischen Pflegekräfte rund um die Uhr einsatzbereit sein müssen, vor allem wenn die Pflegebedürftigen alleine wohnen, wird das sehr teuer.

Wenn wir nur von 18 Stunden Dienst und Bereitschaftszeit pro Tag ausgehen, kommen wir auf einen Mindestlohn einer ungelernten Kraft von 6777 Euro pro Monat. Ich denke die Dienst und Bereitschaftszeiten werden eher noch höher liegen. Vor allem wenn die Pflegebedürftigen alleine wohnen und die Unterstützung von Angehörigen weitgehend ausbleibt.

Selbst wenn wir nur den allgemeinen Mindestlohn von 9,82 Euro zu Grunde legen, kommen wir bei 18 Stunden/Tag auf 5302,80 Euro pro Monat. Hinzu kommt noch die Vermittlergebühr für den Anbieter. Es wird also sehr teuer!

Die oben aufgeführten Arbeitszeiten sind allerdings in Deutschland Illegal. Bei uns unterliegen alle ausländischen Pflege- und Betreuungskräfte dem Arbeitszeitgesetz. Diese verbietet die in der 24 Stunden Pflege übliche Arbeitszeiten. Das ist aber ein Thema, dass ich in einem zukünftigen Artikel behandeln werde.

Auf den Seite der Tagesschau, gibt es eine Interessanten Artikel dazu.

Tux Nurse

Impfpflicht in den Pflegediensten ändert nichts

Das die einrichtungsbezogene Impfpflicht eine Luftnummer ist, ist wohl jedem klar. Unsere Patienten und Angehörigen, haben sich noch nie bei uns angesteckt. Dafür sorgt unser Schutzkonzept!
Die Infektionen finden immer auf Familientreffen oder am Arbeitsplatz statt und seit neusten, beim Einkaufen im Supermarkt.

In unserem Pflegedienst sind 100% der Mitarbeiter geimpft. Ich denke bei den meisten Kollegen sieht das ähnlich aus. Wenn also ohnehin 95% der Pflegekräfte geimpft sind, warum so ein Gesetz ??

Unsere Patienten werden allerdings durch die abgeschaffte Maskenpflicht gefährdet. Das war sicher ein großer Fehler. Den Schuh darf sich Herr Lauterbach anziehen und er sollte sich im klaren sein, dass er die Gesundheit von Millionen alter und kranker Menschen gefährdet!
Nicht zu vergessen die vielen jungen Menschen, die chronische Erkrankungen haben und ohnehin bei jeder Art von Infektionen gefährdet sind.

All diesen Menschen haben sie, Herr Lauterbach einen „Bärendienst“ erwiesen. Die Pflege haben Sie ein ganzes Stück weit unsicherer gemacht. Da die Gefahr sich anzustecken, durch Ihre Maßnahmen, enorm gestiegen ist. Vielen Dank dafür!

Entweder Impflicht für alle, oder keine Impflicht.

Tag der Pflege

Internationaler Tag der pflegenden 2022

Am Donnerstag, dem 12. Mai ist der internationale Tag der pflegenden 2022.

An diesem Tag werden alle Menschen gewürdigt die Alte, oder Kranke pflegen. Allein in Deutschland arbeiten 1,7 Millionen Menschen in der Pflege und sorgen dafür, dass unseren Alten und Kranken ein Menschenwürdige und professionelle Pflege zuteilwird.

Wir Pflegekräfte sollten diesen Tag nutzen, um uns selbst zu feiern, mit der Gewissheit einen der wichtigsten Berufe überhaupt auszuüben. Seid mal ein bisschen Stolz!

Also liebe Kollegen möge sich Corona verpissen und der normale Wahnsinn wieder einziehen. Hoch die Tassen, auf uns ;-))

Selbst-Quarantaene

Welche Verhaltensregeln und Hygienetipps sollten Sie in der Quarantäne beachten?

Zum Schutz vor Ansteckung sollten Sie und Ihre Haushaltsangehörigen konsequent einige Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen einhalten. Dazu zählen:
• Halten Sie sich nach Möglichkeit in anderen Räumen auf als Ihre Haushaltsmitglieder.
• Bei unvermeidbarem Aufenthalt im selben Raum tragen Sie eine FFP2 Maske.
• Lüften Sie regelmäßig und gründlich alle Räume. Mindestens 6xtäglich und immer kurz vor dem Besuch Ihres Pflegedienstes.
• Teilen Sie Haushaltsgegenstände wie beispielsweise Geschirr und Wäsche nicht mit anderen Personen.
• Oberflächen und Gegenstände, mit denen Sie in Berührung kommen, sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gesäubert werden. Besser noch mit Flächendesinfektionsmittel desinfizieren.
• Sie und andere Personen in Ihrem Haushalt sollten regelmäßig, gründlich und mindestens 20 Sekunden lang die Hände mit Seife waschen. Und anschließen Desinfizieren.
• Die Hände sollten aus dem Gesicht ferngehalten werden, insbesondere von Mund, Nase und Augen.
• Beachten Sie die Husten- und Niesregeln: Halten Sie beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen und drehen Sie sich dabei am besten weg. Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Einwegtaschentuch, das Sie anschließend entsorgen. Waschen Sie danach und auch nach dem Nase putzen gründlich die Hände. Und desinfizieren Sie diese.
• Für Ihre Haushaltsmitglieder wird das Gesundheitsamt zwar keine Quarantäne anordnen, sofern diese nicht selbst enge Kontaktperson einer Coronainfizierten Person sind. Es empfiehlt sich aber, dass auch Haushaltsangehörige von Personen, die in Quarantäne sind, ihre Kontakte minimieren, soweit möglich zu Hause bleiben. Informieren Sie auch enge Kontakte außerhalb Ihres Haushalts. Diese sollten ebenfalls ihre Kontakte möglichst beschränken und auf Krankheitszeichen achten.
• Empfangen sie möglichst keinen Besuch, auch nicht von nahen Angehörigen.
• Machen Sie alle 2 Tage einen Corona-Schnelltest um eine mögliche Infektion schnell zu erfassen.

Rollstuhl

Pflegefachkräfte dürfen jetzt einige Hilfsmittel empfehlen

Dabei handelt es sich um sogenannte doppelfunktionale Hilfsmittel. Das heißt, dass diese sowohl zu lasten der Pflegekasse als auch zu lasten der Krankenversicherung verschrieben werden können.

Diese Hilfsmittel dienen dazu, sowohl den Verlauf der Krankenbehandlung (Krankenkassenleistung) zu sichern, als auch eine Erleichterung der Pflege, Linderung der Beschwerden oder eine Selbstständige Lebensführung (Pflegekassenleistung) zu ermöglichen.

Gutachter im Rahmen der Pflegeeinstufung und Pflegefachkräfte von zugelassen Pflegediensten, können diese Hilfsmittel empfehlen.
Siehe: § 18, Abs. 6a SGB XI und § 40 Abs. 6 SGB XI.

Die Kassen prüfen diese Empfehlungen und genehmigen ggf. die Versorgung mit diesen Hilfsmitteln.

Zapfhahn

Spritpreise hoch, kein Pfennig mehr für die Pflegedienste!

Seit Wochen kennen die Spritpreise nur eine Richtung, nach oben. Sie alle merken das an Ihrem Geldbeutel. Überall steigen deswegen die Preise. Nur die Pflegedienste bekommen keinerlei Ausgleich.

Obwohl die Pflegedienstverbände, die Kassen mehrfach zu Verhandlungen über eine Anpassung dieser Pauschale, aufgefordert haben mauern diese und sagen lapidar, dass sie keinen Grund zu Verhandlungen sehen.

Das Statistische Bundesamt meldet dazu:

Preise an den Tankstellen zuletzt stärker gestiegen als während der beiden Ölkrisen 1973/1974 und 1979/1980 und der Finanzmarktkrise 2008/2009

Trotz dieser erschrekenden Entwicklung, die uns Pflegedienste in Existenznöte bringt, wird von Seiten der Kassen gemauert !

Hier gibt es eine Stellungnahme des BPA dazu.

web

Neues Seiten Layout

Liebe Patienten, Kollegen und Freunde !

Es ist geschafft, das neue Layout unserer Internetseiten wurde vollständig erneuert. Die treibende Kraft dahinter ist das freie CMS WordPress. Herzlichen Dank an die Entwickler dieser wunderbaren Software.

Wir hoffen das Ihnen die Seite gefällt und Ihnen anzureichend Informationen über unseren Pflegedienst bietet. Über Konstruktive Kritik freuen wir uns immer. Hier können Sie uns schreiben: Kontakt

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an uns !